Die Rhizarthrose, auch Daumenarthrose genannt, führt zu Funktionseinschränkungen und im Alltag mitunter starken Schmerzen.

Angesichts der Grenzen medikamentöser Behandlungen oder des Wunsches, sanftere Ansätze auszuprobieren, wenden sich manche Patienten alternativen Lösungen wie der Magnetfeldtherapie zu.

Aber was kann man davon wirklich erwarten? Handelt es sich um einen ernstzunehmenden Ansatz oder um einen unbegründeten Glauben? Diese Seite beleuchtet das Thema objektiv.

Die Magnetfeldtherapie gehört zu den zahlreichen Ansätzen, die im Rahmen der komplementären und alternativen Behandlungsmethoden bei Rhizarthrose genannt werden, neben unter anderem ätherischen Ölen, Nahrungsergänzungsmitteln oder auch der Osteopathie.

Hand mit Bandage hält ein Tablet

Was versteht man unter Magnetfeldtherapie?

Die Magnetfeldtherapie basiert auf der Annahme, dass lokal angewendete Magnetfelder eine positive Wirkung auf biologisches Gewebe haben. Dabei kommen in der Regel folgende Methoden zum Einsatz:

Das Ziel wäre, die Durchblutung anzuregen, Entzündungen zu lindern und Schmerzen zu lindern.

  • statische Magnete, die auf der Haut angebracht werden (Armbänder, Schienen, Pflaster),

  • oder Geräte, die gepulste Magnetfelder erzeugen, oft in einer Fachpraxis.

Diese Wirkungen werden manchmal mit denen bestimmter Physiotherapie- oder Elektrotherapieverfahren verglichen, die stärker reglementiert sind.

Was wissenschaftliche Studien sagen

Bislang sind die Belege für die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie bei der Behandlung von Rhizarthrose nach wie vor begrenzt und umstritten.

Einige kleinere Studien deuten auf eine positive Wirkung bei chronischen Schmerzen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats hin, doch ihre Methodik wird oft kritisiert:

  • kleine Proben,

  • Fehlen einer Doppelblindstudie,

  • Placebo-Effekte, die sich nur schwer ausschließen lassen.

Speziell im Fall der Daumenarthrose liegen so gut wie keine Daten vor, und es gibt derzeit keine offiziellen Empfehlungen, die den Einsatz der Magnetfeldtherapie im Behandlungsverlauf stützen.

Frau prüft ihr Handgelenk in ruhigem Raum.

Wahrgenommene Vorteile … die jedoch nicht bewiesen sind

Manche Menschen mit Rhizarthrose berichten von einer vorübergehenden Linderung nach der Anwendung magnetischer Hilfsmittel.

Dies lässt sich wie folgt erklären:

  • der Placebo-Effekt, der durchaus real und manchmal sehr stark ist,

  • eine bessere Versorgung der schmerzenden Stelle (Ruhe, sanfte Bewegung),

  • die komprimierende oder stabilisierende Wirkung bestimmter magnetischer Träger.

Aber Vorsicht: Dieses Gefühl ersetzt keine ärztliche Untersuchung, vor allem wenn die Schmerzen anhalten oder zu einer Beeinträchtigung führen.

Ein Ansatz, den man mit Bedacht in Betracht ziehen sollte

Wenn Sie die Magnetfeldtherapie ausprobieren möchten, finden Sie hier einige nützliche Hinweise:

  • Entscheiden Sie sich für einfache, nicht-invasive Verfahren ohne unrealistische Versprechungen.

  • Vermeiden Sie teure oder nicht zertifizierte Geräte.

  • Brechen Sie eine laufende medizinische Behandlung niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

  • Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers: Wenn die Schmerzen stärker werden oder nicht nachlassen, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen.

Die Magnetfeldtherapie birgt in den meisten Fällen keine nennenswerten Risiken, sollte jedoch nicht an die Stelle einer angemessenen Behandlung der Rhizarthrose treten.

Weitere Möglichkeiten ausloten

Wenn Sie nach natürlichen oder alternativen Möglichkeiten suchen, besser mit Rhizarthrose umzugehen, können andere Ansätze hilfreich sein.

Darunter:

  • natürliche Heilmethoden,

  • Dermotherapie und Kryotherapie,

  • Hilfsmittel zum Greifen,

  • oder auch die psychologische Schmerzbewältigung.

Schließlich kann es bei anhaltenden Schmerzen oder deutlichen Beschwerden sinnvoll sein, einen Facharzt aufzusuchen.

Auf der Website finden Sie ein Verzeichnis von Handchirurgen, das Ihnen dabei hilft, einen Facharzt in Ihrer Nähe zu finden.